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Thema: Websites ausschließlich für USA/ nicht-USA/ alternativ Version "en-us"?

  1. #1
    Contao-Fan
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    Standard Websites ausschließlich für USA/ nicht-USA/ alternativ Version "en-us"?

    Hallo zusammen,

    nach meinen bisherigen Recherchen ist Geotargeting bezogen auf ein konkretes Land nicht sehr zuverlässig umzusetzen. Ist dem wirklich so?

    Folgendes Szenario: bei einer mehrsprachigen Website, die bisher ohne Lokalisierung funktionierte, soll nun eine spezielle Version ausschließlich für Anwender in den USA entstehen.

    Ist sowas überhaupt via IP zuverlässig realisierbar?

    us.meine-domain.com/ -> sollen nur Anwender in den USA sehen
    meine-domain.com/sprache/ -> sollen alle anderen sehen

    Demnach müsste eine IP-Weiche vorangestellt werden?


    Ergänzung:
    Falls das mit einer IP-Weiche Quatsch ist, würde ich gern einfach die mehrsprachige Website um eine Sprachversion "us-amerikanisch" ergänzen. Muss ich mich bei den Sprachkürzeln streng an die ISO-639-1-Codes halten? Ein en-us taucht darin nicht auf. Wie würde man zwischen britischem Englisch und amerikanischem Englisch unterscheiden können?
    Geändert von pipkin (24.04.2020 um 16:08 Uhr)

  2. #2
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    Zitat Zitat von pipkin Beitrag anzeigen
    Wie würde man zwischen britischem Englisch und amerikanischem Englisch unterscheiden können?
    en-GB, en-US

  3. #3
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    Vielen Dank, Spooky.

    Geht das mit en-us denn zuverlässig, obwohl das nicht in der ISO-Liste auftaucht?

    Ich versuche gerade heraus zu finden, welche Einstellungen im Betriebssystem dafür verantwortlich sind, damit sich ein Rechner/ ein Browser mit en-us identifiziert. Die Region-Einstellungen scheinen da egal zu sein, allein die Spracheinstellung ist relevant. Mein Betriebssystem stellt mir Englisch, Englisch (US) und Englisch (Australia) zu Verfügung. Stelle ich nun Englisch ein, obwohl ich mich in den USA befinde und obwohl meine Region auf USA eingestellt wird, sendet mein HTTP Header "en".

    Wäre jetzt interessant, wie vorkonfigurierte Rechner ausgeliefert werden - und wie viel % in den USA da tatsächlich Englisch (US) eingestellt haben.

    Englisch (GB) (en-gb) steht mir übrigens gar nicht zur Verfügung...

    Zur IP-Weiche, falls sie sich denn realisieren ließe, ist mir noch durch den Kopf gegangen: was würde Google daraus machen? Der Bot würde dann doch auch irgendwo ausgesperrt werden, weil er entweder einem USA-Server zugeschrieben wird oder einem Nicht-USA-Server. Ist der IP-Ansatz also ohnehin Mumpitz?

  4. #4
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    Zitat Zitat von pipkin Beitrag anzeigen
    Geht das mit en-us denn zuverlässig, obwohl das nicht in der ISO-Liste auftaucht?
    Welche ISO Liste? Korrekt wäre außerdem en-US, nicht en-us.



    Zitat Zitat von pipkin Beitrag anzeigen
    Englisch (GB) (en-gb) steht mir übrigens gar nicht zur Verfügung...
    Wo meinst du?

  5. #5
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    Zitat Zitat von pipkin Beitrag anzeigen
    Zur IP-Weiche, falls sie sich denn realisieren ließe, ist mir noch durch den Kopf gegangen: was würde Google daraus machen? Der Bot würde dann doch auch irgendwo ausgesperrt werden, weil er entweder einem USA-Server zugeschrieben wird oder einem Nicht-USA-Server. Ist der IP-Ansatz also ohnehin Mumpitz?
    Meine Empfehlung wäre, dass, wenn du eine derartige IP Erkennung einbaust, du sie dann nur für automatische Weiterleitungen benutzt. Und nicht um unter der selben URL unterschiedliche inhalte auszuspielen. Also angenommen du hast folgende Zielgruppen:

    • Deutschland
    • USA
    • Rest der Welt


    Diese Zielgruppen würdest du dann bspw. unter folgenden URLs bedienen:



    Wenn du jetzt https://example.org aufrufst, würde Contao automatisch anhand der Browser Sprache (Accept-Language Request Header) auf den jeweiligen Seitenbaum weiterleiten. Hier könntest du stattdessen die GeoIP Erkennung einbauen (Browser Sprache wäre dann der Fallback).

    Das hat folgende Vorteile:

    • Inhalte sind semantisch korrekt für die jeweilige Zielgruppe gekennzeichnet, was wiederum gut für Suchmaschinen ist.
    • Jeglicher Inhalt ist über dedizierte URLs erreichbar, was dem Besucher Kontrolle darüber gibt, welche Inhalte er sehen möchte.
    • Alle Inhalte können von Suchmaschinen entsprechend indiziert werden.
    • Da jeder Inhalt über eine eigene URL erreichbar ist, kann auch Caching eingesetzt werden.
    Geändert von Spooky (25.04.2020 um 13:01 Uhr)

  6. #6
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    Welche ISO Liste?
    Im Contao-BackEnd steht: "Bitte geben Sie die Sprache der Seite gemäß des ISO-639-1 Standards ein."

    Laut Wikipedia (hab gerade nichts besseres) gehört nur "en" zum Standard.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ISO-639-1-Codes

    Der Country-Code US entstammt der ISO 3166?1. Deswegen war ich unsicher, ob das in Contao angegeben werden kann. Wobei andererseits direkt hinter dem oben zitierten Hinweis als Beispiel "de-CH" genannt wird. Das fand ich verwirrend...

    Stellt sich jetzt aufgrund von Wikipedia auch als Irrtum heraus :-)
    Denn in dieser Liste werden ISO-639-1 Standard plus Country-Code wie selbstverständlich mit aufgeführt.
    https://www.andiamo.co.uk/resources/iso-language-codes/
    (hier dann alle klein geschrieben...)


    Wo meinst du?
    Ich könnte in meinem Betriebssystem überhaupt nicht Englisch (GB) als Sprache wählen, so dass mein Header niemals "en-GB" senden würde. Ich versuche halt immer noch heraus zu finden, was man als Nutzer geleistet haben muss, damit der Browser den gewünschten Code sendet - und wie zuverlässig/ verbreitet das ist.

  7. #7
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    Zitat Zitat von pipkin Beitrag anzeigen
    Ich könnte in meinem Betriebssystem überhaupt nicht Englisch (GB) als Sprache wählen, so dass mein Header niemals "en-GB" senden würde. Ich versuche halt immer noch heraus zu finden, was man als Nutzer geleistet haben muss, damit der Browser den gewünschten Code sendet - und wie zuverlässig/ verbreitet das ist.
    Das stellst du im Browser ein. Der Browser benutzt meist die Sprache des Betriebssystem als Default - kommt aber auch auf den Browser an, bzw. welche Sprachunterstützung beim Browser by default dabei ist. Windows unterstützt aber auch en-GB bspw.

  8. #8
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    Meine Empfehlung wäre, dass, wenn du eine derartige IP Erkennung einbaust, du sie dann nur für automatische Weiterleitungen benutzt. Und nicht um unter der selben URL unterschiedliche inhalte auszuspielen.
    Danke! Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass letzteres in die Hose gehen muss.
    Dieselbe URL müsste es auch gar nicht sein. Aber es stand die Idee im Raum, dass man in den USA die Nicht-USA-Version gar nicht sehen kann und umgekehrt. Und damit ist nicht einfach nur das nicht Anbieten des Sprachumschalters gemeint, sondern tatsächlich dann "gesaltsames" Redirecten von Deeplinks abhängig von der IP.
    Die von Dir aufgezählten Vorteile sind genau die kritischen Punkte.

    Wenn du jetzt https://example.org aufrufst, würde Contao automatisch anhand der Browser Sprache (Accept-Language Request Header) auf den jeweiligen Seitenbaum weiterleiten. Hier könntest du stattdessen die GeoIP Erkennung einbauen (Browser Sprache wäre dann der Fallback).
    In welchem Fall würde die Browser-Sprache als Fallback dann greifen?
    Wenn keine Geo-IP erkannt wird?

    Konkret: wenn jemand mit einem spanischen Browser in den USA aufhält und Geo-Targeting möglich/ erlaubt ist, würde er die USA-Version sehen. Wäre Geo-Targeting nicht möglich, würde er auf die spanische Version geleitet werden. Grundsätzlich kann er aber theoretisch alle URLs aufrufen. Auch wenn er außerhalb der USA ist, kann er die URLs der USA-Version aufrufen (woher auch immer er sie kennt). Richtig verstanden?

    Jetzt muss ich nur noch eine Erweiterung finden, die diese Geo-IP-Vorarbeit leistet. Gibt es sowas überhaupt schon?

    Vielen Dank auf jeden Fall schon mal, Du hast mir sehr geholfen, das Problem einzuordnen...

  9. #9
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    Die Positionserkennung anhand der IP ist aber auch nicht besonders zuverlässig. Gewaltsames Verhindern der Anzeige einer Website würde ich eigentlich grundsätzlich in China verorten. Es kann auch durchaus passieren, dass jemand dann nur die Seite sehen kann, die eigentlich gar nicht für ihn bestimmt ist. Z.B. geben manche Dienste eine Default-Position aus, wenn sie die Position der IP nicht wissen. Diese liegt häufig in den USA ...

  10. #10
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    Z.B. geben manche Dienste eine Default-Position aus, wenn sie die Position der IP nicht wissen. Diese liegt häufig in den USA ...
    Bedeutet das, dass eine unbekannte IP trotzdem irgendwie zugewiesen wird und die eigentlich dann bessere Zuordnung nach Sprache ausgehebelt wird?
    Also dass die Idee 1. IP, 2. Sprache ggf. nicht umgesetzt werden kann?
    Oder gibt es schon eine Contao-Erweiterung, die sowas tut?

  11. #11
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    Wenn du einen Service wie https://github.com/maxmind/GeoIP2-php benutzt, dann wird eine \GeoIp2\Exception\AddressNotFoundException geworfen, soweit ich weiß.

  12. #12
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    Standard IP-Adresse ist kein Hinweis auf das Aufenthaltsland

    Die IP-Adresse ist kein zuverlässiger Hinweis auf das Aufenthaltsland, eher ist es ein Indiz, wo der Internetprovider, der genutzt wird, beheimatet ist.

    Wenn ich z.B. im Ausland bin und über mein Smartphone mit deutscher SIM-Karte eine Webseite eines lokalen Anbieters aufrufen will, ist es mir mehrmals passiert, dass ich ausgesperrt blieb, da ich vermeintlich ja gar nicht im Lande bin. Bin ich dagegen über lokales WLAN im Hotel oder Geschäft online gegangen, konnte ich die Webseite auf einmal erfolgreich aufrufen.

    Bitte auch solche Effekte berücksichtigen, mit denen man potentielle Kunden hervorragend vergraulen kann. Besagtem Anbieter ist das gut gelungen, ich habe woanders eingekauft, wo ich mir das Sortiment im Voraus online anschauen durfte.

  13. #13
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    Die IP-Adresse ist kein zuverlässiger Hinweis auf das Aufenthaltsland
    Danke, auch ein wichtiger Hinweis...


    Frage noch zur Spracherkennung: Wenn ich eine Version "en-US" habe und eine Version "en", werden dann Nutzer mit "en-US"-Kennung bestimmt auch der "en-US"-Version zugeordnet? In beiden steckt ja "en"...

  14. #14
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    Sollte so sein. Es gab da aber auch schon öfters Bugs. Musst du austesten und ggf. Tickets erstellen

  15. #15
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    Ok, hab's erstmal an einer alten 3.5er-Version getestet, weil ich die gerade zum griffbereit hatte...

    Ganz interessant:
    Wenn eine Version "en" und eine "en-US" vorhanden sind, wird bei "en-US"-Kennung beruhigenderweise auch die en-US gewählt. :-)

    Ich habe dann mal "en-AU"-Kennung eingestellt und bin dann zur en-Version geleitet worden, obwohl de als Fallback eingestellt war.
    Dann ist es wohl so zu verstehen, dass eine "en"-Version quasi als Fallback aller en-US/ en-GB/ en-AU etc. dient, bevor das echte Fallback einspringt. Genauso bei de-CH, das zu de springt, auch wenn etwas anderes als Fallback eingestellt ist.

    Jetzt probier ich mal ne 4.4er..

  16. #16
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    Zitat Zitat von pipkin Beitrag anzeigen
    Jetzt probier ich mal ne 4.4er..
    Die neueste Contao Version ist 4.9.2.

  17. #17
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    Die neueste Contao Version ist 4.9.2.
    Danke. Die muss ich auch noch testen. Allerdings kenne ich noch niemanden, der die im Einsatz hat. LTS wird immer ausgereizt, bis es gar nicht mehr anders geht....

  18. #18
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    4.9 ist LTS

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